Samstag, 26. Oktober 2013

Hebammen Tipps für Baby's erstes Vierteljahr

Diese süße Zeichnung kommt von der lieben Sesa :)

Das erste Vierteljahr ist vorbei und ich möchte mit euch die Tipps meiner Hebamme teilen, die uns sehr das Leben leichter gemacht haben. Aber für alles gilt: vertraut auf euer Bauchgefühl (wenn es dabei keine Gefahr für das Baby darstellt).
Ansonsten sind das ales Tipps und kein Muss. Man kann es sich so ausrichten, wie es für einem selber und seinem baby am besten passt.

Besonders wichtig bei Babies ist, dass sie eine gewisse Routine und Struktur in ihrem Alltag haben. Mit der Zeit gewöhnen sie sich immer mehr daran und es gibt ihnen Sicherheit. Besonders, wenn sie noch ganz frisch sind.

Morgenrituale:
Nach dem Aufstehen (und eventuell auch dem Stillen) wird das Baby als erstes ausgezogen, bekommt die Windel aus und wird am Popo frisch gemacht. Dann werden die wichtigsten Stellen mit einem warmen Waschlappen gewaschen (Gesicht, Halsfalten, Achseln, Leiste und Popo). Anschließend gibt man etwas Babyöl auf den Waschlappen und geht über alle oben genannte Bereiche, außer dem Gesicht, und ölt sie etwas ein und nimmt eventuelle Hautschüppchen damit ab.
Wenn das Baby in Bauchlage ist (wenn der Popo frisch gemacht wird), dann kann der Rücken sanft gekrault oder sogar leicht massiert werden. Durch solche Streicheleinheiten lernt ein Baby, sich selber zu spüren.

Stillen:
 Das Stillen ist ein großes Thema und es kommen häufig Fragen auf! Deshalb ist es wichtig, eine Nachsorge Hebamme zu haben, die ein Auge darauf wirft und alle Fragen beantworten kann.
Direkt nach der Geburt und kurze Zeit später sollte man das Baby öfters anlegen, da somit der Milchfluss angeregt wird. Generell sollten am Anfang ungefähr alle zwei Stunden gestillt werden, was aber natürlich vollkommen vom Bedarf des Babies abhängen kann!
In der ganz frischen Zeit sollte erst eine Seite gestillt werden, dann wird das Baby gewickelt und danach wird die andere Seite gestillt. Das ist gerade deshalb praktisch, weil ganz junge Babies dazu neigen an der Brust einzuschlafen und durch das Wickeln wieder wach werden und anschließend die zweite Brust trinken können.
Ist das Baby dann schon einige Wochen älter und wach genug, dann können beide Brüste hinereinander gegeben werden und am Ende gewickelt werden. Nach dem Wickeln kommt dann eine aktive Wachphase.

Bauchschmerzen:
Die erste Zeit (bis zum 3. Monat) leiden Babies häufiger an Bauchschmerzen und es ist hilfreich, wenn man ein paar Tipps dafür weiß. Zum einen kann man Fenchel-Kümmel-Anis Tee trinken, der dann durch die Muttermilch an das Baby weitergegeben werden kann. Außerdem ist der Fliegergriff auch sehr hilfreich, um die Luft in Baby's Bauch zu lösen (lasst euch den am besten von eurer Hebamme zeigen).
Was man noch machen kann ist, dass man die Füßchen in der Sohle im Uhrzeigersinn massiert. Dabei beginnt man mit dem rechten Füßchen und macht anschließend das linke. Das soll die Verdauung anregen.
Falls die Bauchschmerzen nicht besser werden sollten, dann kann man auch vorsichtig 2-3 TL Wasser dem Baby geben.

Mittagsschläfchen:
Kleine Babies sind noch nicht so lange am Stück wach und können anfangen zu weinen und Terz zu machen, wenn sie über den Punkt sind. Sie sind circa 90 Minuten wach und sollten dann 30-60 Minuten schlafen. Dabei ist es wichtig, dass das Baby feste Schlafplätze hat (zum Beispiel das Babybettchen, der Kinderwagen oder ein Stubenwagen) und auch dort zum Schlafen hingelegt wird.
Am Anfang, wenn es noch ganz frisch ist, darf das Baby sich an Mamas Brust in den Schlaf nuckeln. Später sollte es dann bewusst weggelegt werden, wenn es Müdigkeitszeichen macht, wie zum Beispiel halb offene Augen, Augen reiben, häufiges Gähnen.

Spielen:
Mit kleinen Babies kann man schon spielen und das sollte man auch tun, da man ihnen so sehr viel für die Entwicklung gibt! Generell gilt, dass Babies viel und gerne gekuschelt werden. Ansonsten sollte man mit ihnen viel reden und ihnen dabei zum Beispiel erklären, was man gerade tut ("Mama ist jetzt gerade am kochen"). Vor allem beim Wickeln sollte man dem Baby erklären, was man gerade tut: "Jetzt kommt zu erst das linke Ärmchen in den Pulli und dann das rechte".
In der späteren aktiven Wachphase will das Baby was sehen und erleben! Am besten kann man dann mit dem Baby auf dem Arm durch das Haus/Garten/etc. gehen und ihm Sachen zeigen. Außerdem gibt es ein paar kleine PEKiP Spielchen, die man ebenfalls mit ihm durchführen kann oder ihr fragt eure Hebamme nach ein paar Ideen.

Nachtrituale:
Die Nachtrituale sind eigentlich die Selben, wie die Morgenrituale. Erst wird das Baby ausgezogen und am Popo frisch gemacht, dann mit einem Waschlappen waschen, die wichtigsten Stellen einölen und anschließend eine sanfte Babymassage (auch mit Öl, wenn man mag) geben und am Ende einen Pyjama oder Schlafsack anziehen.
Gerne kann man dabei eine Spieluhr laufen lassen.

Nachts:
Babies sollen merken, dass nachts nicht sonderlich viel los ist, damit sie sich schnell an den Tag-Nacht-Rhythmus gewöhnen. Das erreicht ihr am besten damit, dass das Zimmer etwas abgedunkelt ist (ich lasse aber zum Beispiel gerne ein Nachtlicht an, damit ich meine kleine Sofia immer erkennen kann) und nachts wird nur noch geflüstert. Das Baby wird ganz schnell merken, dass nachts geschlafen wird und tagsüber viel passiert.


Das waren so die wichtigsten Tipps, die ich von meiner Hebamme habe und an euch weitergeben wollte. Natürlich sind das nur Tipps und jedes Baby ist irgendwo anders, deshalb ist es sehr hilfreich, wenn man eine Hebamme an seiner Seite hat und da die Krankenkasse das bezahlt, solltet ihr diese Hilfe wirklich in Anspruch nehmen.
Ansonsten gilt für Babies, dass man sie ganz viel kuscheln, streichelt und liebhaben soll. Das lieben sie einfach und wir Mütter doch auch :)

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